Wann ist Psychotherapie sinnvoll? . . . . . . . Die Qual der Wahl . . . . . . . Personenzentrierte Psychotherapie
Informationen zu Psychotherapie
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Wann ist Psychotherapie sinnvoll? |
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Eine Information des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie
Wenn einer der folgenden Sätze für Sie zutrifft, ...........
- Ich bekomme rasendes Herzklopfen und Angst, daß ich sterben muß. Ich fühle mich krank, und es gibt keinen medizinischen Befund.
- Ich vermeide es, bestimmte Dinge zu tun, die ich gerne tun würde.
- Ich habe eine der folgenden Ängste:
Vor dem Kontakt zu meinen Mitmenschen - vor großen Plätzen - vor engen Räume - vor Autoritäten - vor bestimmten Tieren.
- Ich habe Probleme beim Ein- und Durchschlafen.
- Ich plage mich oft mit Gedanken, von denen ich glaube, daß ich mit niemandem darüber reden kann (Alpträume, Streßgefühle, Schuldgefühle, Haßgefühle....).
- Ich fühle mich lustlos, erschöpft und ständig überfordert.
- Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle,.....).
- Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben.
- Ich denke manchmal an Selbstmord.
- Ich lebe in einer schwierigen Beziehung, sie nimmt mir die Luft zum Atmen.
- Ich bin süchtig - nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spiel.
- Ich kann ohne bestimmte Rituale (z.B. ständiges Waschen, Zusperren,....) nicht leben, obwohl sie mein Leben einengen.
- Ich möchte meine Entwicklungspotentiale besser ausschöpfen und weiß nicht wie.
- Ich möchte meine Beziehungen verbessern (und brauche dazu Rückmeldungen über meine Stärken und Schwächen).
- Meine Kinder brauchen meine Unterstützung, ich fühle mich dabei oft überfordert.
- Ich komme mit meiner Sexualität nicht zurecht.
- Ich kann mich oft nicht entscheiden, und das quält mich.
........ ist es sinnvoll, eine/n Psychotherapeutin/en aufzusuchen!

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Die Qual der Wahl
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Welche Therapierichtung? Welche Therapeutin?
Es gibt eine Fülle an Therapierichtungen und es ist nicht leicht sich zu orientieren.
Die bekanntesten sind die Personenzentrierte oder Klientenzentrierte Psychotherapie, die Gestalttherapie, die Körperorientierte Psychotherapie nach Wilhelm Reich, die Psychoanalyse in verschiedenen Ausprägungen und die Verhaltenstherapie.
Die meisten werden von den Krankenkassen anerkannt, d.h. sie erhalten pro Therapiestunde
21,80 Euro refundiert.
Es gibt auch komplett von der Kasse finanzierte Therapieplätze, d.h. für Sie entstehen keine Kosten für die Psychotherapie. Welche TherapeutInnen kostenlose Plätze anbieten kann erfahren Sie beim Bundesverband oder für Niederösterreich unter http://www.psychotherapie-niederoesterreich.at/
Weitere Informationen finden sie auf der Homepage für Psychotherapie des Bundesverbands der Österreichischen PsychotherapeutInnen.
Fast noch wichtiger als die Therapierichtung ist aber die Auswahl der Psychotherapeutin, des Psychotherapeuten.
Wenn möglich vereinbaren Sie mit mehreren (drei) TherapeutInnen einen Erstgesprächstermin, um vergleichen zu können.
Wichtigstes Entscheidungskriterium ist Ihr Gefühl, haben Sie sich wohl und verstanden gefühlt, wirkt die Therapeutin / der Therapeut für Sie vertrauenswürdig und haben Sie das Gefühl, daß diese/r Sie in Ihrem Veränderungprozeß unterstützen kann?
Eine kleine Auswahl an Therapeutinnen finden Sie auf unseren Seiten unter Therapeutinnen, Beraterinnen.

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| Personenzentrierte Psychotherapie |
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Der person(en)zentrierte Ansatz
Der psychotherapeutische Ansatz nach Carl R. Rogers geht von einer im Menschen innewohnenden Tendenz aus,
sich in Richtung Wachstum, größerer Reife und Differenzierungsfähigkeit entwickeln zu wollen. Diese Tendenz bezeichnet Rogers als Aktualisierungstendenz, das Bestreben all die in der Person liegenden Möglichkeiten zu verwirklichen
Das Grundprinzip der psychotherapeutischen Arbeit liegt in der Freisetzung dieser Aktualisierungstendenz durch die Schaffung eines wachstumsfördernden Klimas.
Großer Bedeutung kommt dabei der therapeutischen Beziehung zu, in der die Therapeutin /der Therapeut in der Beziehung echt (kongruent) ist, dem Klienten eine bedingungsfreie positive Wertschätzung entgegenbringt und ein einfühlsames Verständnis (Empathie) des inneren Bezugsrahmens des Klienten ausdrückt.
Praxis und Theorie machen deutlich, daß der personzentrierte Ansatz auf einem Grundvertrauen in die Person aufbaut.
Nicht die/der TherapeutIn kennt das Ziel, die Richtung der Therapie, sondern sie/er vertraut auf die unbewußte Kraft der Klientin, den richtigen Weg zu sich selbst zu finden.
Dies bedeutet, nicht die/der TherapeutIn ist die Expertin, der Experte, sondern die Klientin selbst ist Expertin für ihr Leben und ihre Entwicklung.
Diese Freiheit in der therapeutischen Beziehung ermöglicht das Entdecken der eigenen Person und somit einen Prozeß der Veränderung.
Die Klientin, der Klient " ... bewegt sich in Richtung auf größere Unabhängigkeit oder Selbstverantwortlichkeit... in Richtung wachsender Selbstbeherrschung, Selbstregulierung und Autonomie und weg von abhängiger Kontrolle oder Kontrolle durch äußere Kräfte." ( Rogers 1983 )
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