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Panikstörungen
"Mir wird plötzlich ganz schwindlig und
übel. Meine Hände werden taub, mein linker Arm kribbelt eigenartig,
meine Knie werden ganz weich. Ich habe Angst, umzufallen und ohnmächtig
zu werden, dann dazuliegen, und niemand kommt mir zu Hilfe. Meine Kehle schnürt sich zusammen, ich bekomme keine Luft mehr. Ich ringe um Luft, aber es ist zu wenig, ich atme noch mehr und spüre, wie der Druck in meinem Brustkorb ansteigt. Ich bin dann gar nicht mehr richtig da und glaube, gleich überzuschnappen und verrückt zu werden. Alles erscheint so unwirklich. Wenn ich das Ganze überlebe, glaube ich, dass ich in die Psychiatrie komme. Ich verliere das Gefühl für die Zeit und denke, dass es ewig dauert." Eine Panikattacke beginnt plötzlich, ohne Vorzeichen, sie ist nicht vorhersagbar, erreicht innerhalb von einigen Minuten ein Maximum und dauert mindestens einige Minuten an, durchschnittlich eine knappe halbe Stunde. Meist tritt sie im Zustand der Entspannung auf. Eine Panikstörung besteht aus wiederholten, spontan und unerwartet auftretenden Panikattacken. Die Panikattacken sind nicht auf spezifische Situationen oder besondere Umstände bezogen, stehen in keinem Zusammenhang mit besonderen Anstrengungen, gefährlichen oder lebensbedrohlichen Situationen und sind auch nicht durch eine körperliche oder eine andere psychische Störung bedingt. Die Furcht vor einer weiteren, sehr bedrohlich und nicht kontrollierbar erscheinenden Panikattacke führt oft zu einer ausgeprägten Erwartungsangst, die das ganze Leben negativ beeinflusst. Die Angst vor der Angst wird damit zum wirklichen Problem, da die Häufigkeit der Attacken meist eher gering ist, die Angst davor hingegen ständige Begleiterin ist. Häufig ist der Lebensraum stark eingeschränkt, die betroffene Person wagt es nicht mehr, die Wohnung zu verlassen. Bei einer Panikstörung stehen die körperlichen Symptome im Vordergrund, sodass viele Betroffene nicht den Eindruck haben, unter einer Angststörung, sondern unter einer unbekannten körperlichen Störung zu leiden (siehe auch Hans Morschitzky). In meiner Arbeit mit Menschen, die von Panikattacken überfallen werden, konnte ich feststellen, dass es im Leben dieser Menschen immer um Abschiede geht, die nicht vollzogen wurden. Trennung der Eltern, Tod eines nahestehenden Menschen, nicht bewältigte Lebensabschnittswechsel und damit verbunden die nicht ausgelebte Trauer stehen meiner Erfahrung nach in engem Zusammenhang. Dieser Vorfall kann bereits Jahrzehnte zurückliegen. In einer Zeit, die so schnelllebig ist wie unsere wird
oft wenig Beachtung auf Abschiede gelegt. So häufen sich unabgeschlossene
Situationen, die uns irgendwann einholen. Die Bedrohung, die wir durch
die Medien täglich erfahren, trägt das ihre dazu bei.
Wenn Sie akut unter Panikattacken leiden, werden Sie mit
meinen Tipps nicht viel anfangen wollen. Warum ich trotzdem Tipps gebe: Panikattacken haben unterschiedlichste Ausprägungen. Viele der Anregungen, die ich für Sie habe, sollten Sie ausführen, wenn Sie nicht akut betroffen sind. Es ist wichtig, dass Sie zur Ärztin gehen, wenn Sie
beunruhigt sind. Auch wenn Sie zu glauben wissen, dass Sie Panikattacken
haben, lassen Sie sich untersuchen und die Symptome abklären. Es gibt aber auch Alternativen zur schulmedizinischen
Behandlung. Das Wichtigste jedoch ist, wieder die Sprache Ihres Körpers wahrzunehmen und zu lernen, auf Ihre Intuition zu hören. Focusing unterstützt Sie dabei, wieder in Kontakt
mit sich selbst zu kommen. Verzichten Sie auf Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und Zigaretten. Schauen Sie wenig fern und da nichts Aufregendes (auch keine Nachrichten, die mehr deprimieren als informieren). Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft. Verwenden Sie zur Unterstützung ätherische Öle.
Alle Zitrusdüfte haben stimmungsaufhellende Wirkung, besonders
gut wirkt Lemongrass. Vorsicht ist bei Kavapräparaten geboten. Sie wirken zwar sehr gut, können aber die Leber schädigen.
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